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"Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen. Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist."
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blog aktualisiert am 01.05.2010
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18. November 2008 Musoma (Tanzania) Schon wieder 2 Monate seit meinem letzten Rundbrief vergangen… Also mal Zeit für einen aktuellen. Besuch Wer meinen letzten Rundbrief aufmerksam gelesen hat wird sich erinnern, dass meine Eltern mittlerweile zu Besuch waren und wir zusammen Urlaub auf Zanzibar gemacht haben. Wir hatten eine gute Zeit. Auf Zanzibar wunderbares Wetter und unsere Unterkunft nur ca. 100m vom Indischen Ozean entfernt. Einfach traumhaft!!! Und auch die „Gewürztour“ (Führung auf einer Gewürzfarm mit Kennenlernen und probieren der verschiedensten Gewürze und Früchte) und der Ausflug nach Stonetown („Hauptstadt“ von Zanzibar) waren genial. Hier in Musoma konnten sie sich dann anschauen wie und wo ich so lebe, sich überzeugen, dass es mir hier sehr gut geht, mehrere Stromausfälle live miterleben, Tansanisches Essen genießen, meine Kollegen in der Dispensary kennenlernen und noch vieles mehr erleben.
Das Wasser Ich war ja immer der Meinung, dass fließendes Wasser wichtiger ist als Strom, allerdings mussten wir letztens feststellen, dass fließendes SAUBERES Wasser noch viel wichtiger ist… Das Wasser, das aus dem Hahn kam, war grünlich und roch, als käme es direkt, ohne Zwischenbehandlung, aus dem Viktoriasee. Zum Glück hatten wir noch unseren Wasservorrat für schlechte Zeiten, aber der war ja auch nicht unbegrenzt und deshalb haben wir in dieser Zeit kräftig Wasser gespart… Gott sei Dank (im wahrsten Sinne des Wortes, denn er hat unsere Gebete erhört!) ist das Wasser jetzt wieder so gut wie vorher. Und nach diesem „Wasserabenteuer“ ist aus unerfindlichen Gründen unser Duschstrahl viel kräftiger geworden… Ob das zusammenhängt?! Man weiß es nicht.
Haustier Seit letztem Donnerstag haben wir ein Haustier. In den Räumlichkeiten von Kaza Roho (Selbsthilfegruppe für HIV positive) haben wir in einer Tasche einen kleinen Igel entdeckt. Einige Frauen aus der Frauengruppe, die sich Mittwochs treffen hatten ihn wohl am Tag vorher dort „vergessen“ und so haben wir uns seiner angenommen. Der Igel mit dem neutralen Namen „Ema“ (weil dies hier in Tanzania ein Männername –Abkürzung von Emmanuel- und in Deutschland ein Frauenname ist) wohnt jetzt in einer Plastikwanne im Nachtwächterkabuff und ernährt sich von gekochten Eiern, Haferflocken und Wasser. Wer noch Ideen hat, was Igel so fressen darf sich gerne melden (aber denkt dran: nicht alles, was Igel in Deutschland bekommen ist hier in Tanzania verfügbar&hellip
Regen Hier in Tanzania ist momentan Regenzeit. Zwar merkt man grade im Moment nicht wirklich viel davon (33°C) aber es gibt eine fast immer gültige Regel: „Erst kommt der Wind, und dann kommt der Regen“. Der Himmel zieht sich zu, es wird „kalt“, es fängt kräftig an zu winden und irgendwann kommt der Regen. Meistens regnet es dann so heftig, dass sich die Straße vor unserem Haus in einen mehr oder weniger reißenden Fluss verwandelt. Auch, wenn ich persönlich eigentlich lieber strahlende Sonne habe sind wir hier in Tanzania doch total dankbar für jeden Regen. Die Menschen können anfangen ihre Felder (hier sagt man „Feld“, in Deutschland würde man es wahrscheinlich eher „Garten“ nennen&hellip zu bestellen. Ein Nachteil des Regens ist allerdings, dass, wenn es regnet weniger Patienten zu uns in die Dispensary kommen (ist ja klar, ich würde, wenn es regnet auch nicht unbedingt aus dem Haus gehen&hellip Nichtsdestotrotz freut man sich hier über den Regen und diese Freude geht manchmal auf mich über und ich hab mich sogar schon dabei erwischt, dass auch ich mich über den Regen gefreut habe…
Jugend in der Kirche In unserer AICT Local Church im Stadtteil Nyasho (wo Maike, Judith und ich hingehen) gab es lange Zeit keine aktive Jugendarbeit. Vor ca. 2 Monaten wurde angefangen Donnerstags eine Jugendstunde abzuhalten. “Jugendlich“ sind hier alle zwischen 12 und 45 Jahren… Und auch, wenn man denken sollte, dass es in unserer Kirche eigentlich viele „Jugendliche“ gibt; zur Jugendstunde kommen nur so um die 10-15, wenn „Michezo“ („Sport“ d.h. Fußballspielen für die „Männer“ und die „Frauen“ beschäftigen sich selbst, machen Gymnastik oder unterhalten sich einfach nur) angesagt ist, dann so um die 20-30. Das ist eigentlich total schade, denn bei den Jugendlichen, die zur Jugendstunde kommen, merkt man schon, dass sie wichtige Glaubensfragen auf dem Herzen haben.
Autofahrt Gestern wollten Judith und ich in die Stadt laufen, haben aber spontan einen „Lifti“ (Mitfahrgelegenheit) bei Adrian und seinem „Gastvater“ bekommen. Ich hab die Fahrt zusammen mit 2 Kindern auf der Ladefläche des Pick Ups verbracht und es war einfach nur genial. Ich habe Fotos machen können, die ich wahrscheinlich sonst nicht gemacht hätte (belebte Straßen, Häuser, Menschen) und hatte einfach Spaß mit Marko und Samuel.
Zukunft Ja… Auch, wenn meine Zeit hier langsam zu Ende geht (Ende des Jahres komme ich zurück) gibt es vorher noch einiges, das ich miterleben darf. Anfang Dezember ist die AICT Jugendkonferenz, zu der hoffentlich viele Jugendliche aus ganz Tanzania kommen werden. Der genaue Veranstaltungsort steht noch nicht 100%ig fest… Deshalb sag ich dazu jetzt mal nichts… Weihnachten werden Judith und ich in Mwanza bei Beate Reins (Missionarin der AM) verbringen und wahrscheinlich kommen auch noch andere Shorties mit dazu.
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